Wie fühlt es sich an, seine Identität gegen eine Nummer einzutauschen? Die Klassen 3A und 3D erlebten dies durch die beeindruckende Darstellung von Gregor Kronthaler, der das Buch „1000 Tage im KZ“ szenisch aufbereitete. In einem Klassenraum der Ferrarischule ließ er die Schüler:innen die Leidensgeschichte eines KZ-Häftlings beinahe hautnah spüren. Er schaffte es, zu schockieren und zu berühren.
Im Zentrum der szenischen Aufführung stand der Tiroler Erwin Gostner (1914-1990), dessen Weg ihn durch drei Konzentrationslager zurück in seine Heimat Hall führte. Gostner, der als politischer Häftling die Konzentrationslager Dachau, Mauthausen und Gusen überlebte, kehrte nach drei Jahren des Grauens zu seiner Familie zurück. Sein authentischer Bericht ist mehr als ein Blick zurück – er ist eine Mahnung an uns alle: Die Gräueltaten der Nazis konnten jeden treffen und waren unbarmherzig. Gostner wollte mit seinem Buch festhalten, dass es so passiert ist und auch wieder passieren kann. Und aus diesem Grund hat sich der Schauspieler Kronthaler Gostners Geschichte angenommen und macht sie für junge Menschen wieder lebendig.
Der Beitrag „Ab nun trage ich, nein … BIN ich eine Nummer“ erschien zuerst auf Ferrarischule.